Renault Captur dCi 90 Dynamique – im Test | 16.01.2014
Créateur du Charme
Mit dem Captur baut Renault die Clio-Familie weiter aus und nascht am Boom der kleinen SUV kräftig mit. Wir testen den 90-PS-Selbstzünder.
SUV und Kleinwagen, diese beiden Segmente verzeichen derzeit Zuwächse. Was liegt produktstrategisch näher, als diese Gattungen noch zu vereinen.
Neben unserem Renault Captur schießen die Konkurrenten in kürzester Zeit nur so aus dem Boden. MINI Countryman, Nissan Juke, Opel Mokka und Peugeot 2008 buhlen bereits um die Kundschaft.
Audi hat bereits einen Q1 angekündigt, Fiat und Jeep basteln an einem Baby-SUV und auch von japanischer Seite wird es schon bald Nachschub geben.
Beim Captur macht vor allem die Front mit dem großen und wuchtig eingefassten Emblem Eindruck. Auch der Mix aus Zweifarbenlackierung und unlackiertem Kunststoff fällt auf.
Die Individualisierungsmöglichkeiten enden erst bei Karosserieaufkleber, bedruckten Lenkrädern und farbigen Felgen. Die mutige Seitenlinie fasziniert durch ihre flüssige Formgebung. Das hohe Heck lässt zurecht eine nicht gerade berauschende Übersicht nach hinten erahnen.
Unter der schwungvollen Haube zündet ein 1,5 Liter kleiner Vierzylinder-Diesel seine 90 PS selbst. Das höchste Drehmoment von 220 Nm liegt bei 1.750/min an. Alternativ gäbe es zwei Benziner: einen Dreizylinder mit 90 PS und einen 120 PS starken Vierzylinder mit Doppelkupplungs-Getriebe.
Der Laderaum packt je nach Nutzung des doppelten Bodens 377 bis 455 Liter. Bei umgeklappter und vollständig vorgeschobener Rückbank stehen 1.235 Liter zur Verfügung.
Der bunte Innenraum vertreibt jede Traurigkeit. Mittelkonsole und Türen sind schwungvoll gezeichnet. Schnell findet man sich zurecht. Einzig der hohe Kunststoffanteil trübt ein wenig das Bild.
Angenehm hoch sitzt man, auch bequem, mit recht wenig Seitenhalt. Die Zippverschlüsse fallen schnell ins Auge. Dahinter steckt die feine Idee, Sitzbezüge in der Waschmaschine reinigen zu können. Ein Plus für Eltern kleiner Kinder und Tierbesitzer. Ebenso pfiffig ist die Schublade anstelle des Handschuhfaches. 11 Liter Stauraum bietet diese, kämpft aber geöffnet mit dem Beifahrerknie um Platz.
Auf den Rückseiten der Vordersitze finden sich peppige angebrachte Gummibänder, ausreichend für Zeitschriften, für den üblichen Kleinkram allerdings ungeeignet. Dessen nimmt sich unter anderem gerne das Geheimfach auf dem Armaturenträger an.
Kurios: "Laaerberg" (der Sitz des heimischen Renauilt-Importeurs) ist auch mit Geduld nicht ins Navi einzugeben, die Autovervollständigung bastelt sofort "Laärberg".
Wie sich der Renault Captur fährt, wie viel er verbraucht und wie clever er sonst noch ist, das erfahren Sie auf Seite 2.
Weitere Testdetails:![]() |